an der Nierstein Grundschule (April 2008)
An unserer Schule bildete sich ein Gremium von 7 Kolleginnen, die sich der besagten Aufgabe stellte. Man beschloss einen Matheraum einzurichten um den Kindern der Klassen 1 bis 4 unterschiedliche Möglichkeiten zu bieten die Mathematik zu erfahren, mit ihr zu spielen und auszuprobieren. In mehreren Vorgesprächen wurden die einzelnen Bereiche gesammelt und ausgewählt. Schon bald wurde erkannt, dass das Vorbereiten des Raumes sehr viel Arbeit bedeutet. Deshalb wurde festgelegt, dass der Raum der ganzen Schule nicht nur für 2 Tage, sondern für 2 Wochen zur Verfügung stehen sollte. Ein Plan im Lehrerzimmer ermöglichte es den Lehrerinnen, der einzelnen Klassen, sich einzutragen und so den Besuch des Matheraumes frühzeitig in die Wochenarbeit einzubinden und eine Überbelegung zu vermeiden. Das gesamte Kollegium der Schule wurde nach Fertigstellung des Raumes an allen mathematischen Stationen eingewiesen. Schon nach wenigen Tagen war eine große Begeisterung unter den Kollegen, als auch unter den Kindern zu spüren, so dass die Dauer der Einrichtung auf drei Wochen erweitert wurde. Manche Kollegen äußerten sogar den Wunsch solch einen Raum als Dauerprojekt beizubehalten.
Folgende Angebote unter dem Motto „Rund um die Mathematik“ gab es:
Schätzglas mit Bohnen
Zahlenpuzzle
Stöpselkarten
Klammerkarten
Kugelpyramiden (groß und klein)
Geometrische Muster (legen aus Holzdreiecken, ähnlich Tangram)
Tangram
Parkettierung ausprobieren was möglich ist ( mit Quadraten, Dreiecken, Sechsecken, Fünfecken,...)
Gemeinschaftsarbeit aller Kinder (Schmetterlingsparkett herstellen)
Platonische Körper ( nachbauen, Ecken, Kanten, Flächen zählen, Besonderheiten dieser Körper finden)
andere Körper bauen (Flächen, Kanten, Ecken zählen)
Pentominos (Auslegen eines Rechtecks oder anderer Grundrissfiguren)
Somawürfel (verschiedene Aufgaben)
Kaleidoskop nach Escher aus Papier, beobachten wie sich die Tiere bilden
Spiegelungen (Spiegelachsen zu vorgegebenen Figuren finden, verändern der Spiegelachse um neue Figuren aus Ausgangsfigur zu finden,...)
Zauberspiegel (durch Spiegeln Dinge bewegen, zielorientiert einsetzen)
Bilder (an vorgegebenen Spiegelachsen zeichnerisch vervollständigen oder in Gitternetz Figuren neu einzeichnen)
Optische Täuschungen
3D- Brille, Veränderung der Sichtweise
Knobelaufgaben verschiedener Art
Fühlkarten, Fühlsäckchen (Zahlen bis 20, Ziffern,...)
Messstationen
Wiegestationen
Hubschrauber aus Papier (Arbeitsanweisung lesen, zeichnen, basteln)
Bilder von Escher einfach zum Betrachten und Staunen
Alle Klassen unserer Schule (15 an der Zahl) besuchten mindestens in 2 Schulstunden den Projektraum. Die Lehrerinnen konnten auf einem Formblatt eintragen was den Kindern besonders viel Spaß gemacht hat, was weniger genutzt wurde und auch Vorschläge für die Zukunft abgeben. Das Schöne war, dass für alle Altersstufen etwas zu finden war und allen Kindern alle Bereiche zur Verfügung standen.
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